Wie der Mobile Safe erfunden wurde
Die Geschichte meines Safes beginnt an einem sonnigen Frühlingstag im Mai 1999. Ich kam von meinem ersten Kundentermin an diesem Tag und war mit dem Auto auf dem Weg in mein Büro. Es war ein äußerst erfreuliches Gespräch gewesen, den Kunden hatten meine Vorschläge begeistert und ich war sehr zufrieden damit, einen so klugen wie erfolgreichen Geschäftsmann von mir und meinem Projekt überzeugt zu haben. Die Papiere mit allen erforderlichen Unterschriften, mein Laptop mit allen wichtigen Projektdaten und die Büroschlüssel waren in meiner Laptoptasche im Kofferrraum gut aufgehoben.
Es war ein ungewöhnlich sonniger Tag, ich genoss die milde Morgenluft und beschloss, mir für den Mittag eines der köstlichen Sandwiches aus der Baguetterie, die auf meinem Weg lag, zu kaufen. Glücklicherweise fand ich einen Parkplatz in einer Seitenstraße direkt um die Ecke de Geschäfts. So konnte ich in kurzer Zeit die Baguetterie erreichen und das Gewünschte bestellen. Nach nicht einmal vier Minuten stand ich wieder an meinem Auto – und merkte gleich, dass etwas nicht stimmte. Der Deckel des Kofferraums schloss nicht ganz, ein winziger Spalt verriet mir, dass sich jemand daran zu schaffen gemacht hatte. Als ich in den Kofferraum hineinsah, bestägte sich mein Verdacht: meine Laptoptasche war verschwunden! Ein Autoaufbruch, am hellichten Tag, in so kurzer Zeit, und niemand hatte etwas bemerkt!
Sofort fuhr ich zur nächsten Polizeistation, um Anzeige zu erstatten. Erst jetzt realisierte ich, wie folgenreich dieser Verlust für mich war. Nicht nur die gerade abgeschlossenen Verträge und andere wichtige Dokumente waren weg, mein Projekt in all seiner Komplexität steckte in meinem Laptop, sämtliche Ideen und Pläne waren mit dem Dieb verschwunden. Mit Erleichterung wurde mir klar, dass wenigstens alle Kundendaten auf dem USB-Stick gespeichert waren, und der befand sich in meiner Jackentasche.
Es war eine Menge Arbeit, die ich von vorne beginnen musste. Alle Ideen hatte ich zwar im Kopf, jedoch mussten sie erneut ausgearbeitet werden, neue Verträge mussten erstellt werden. Der oder die Täter wurden nie gefunden, von meinen Wertsachen gab es keine Spur. Das war allerdings nur der geschäftliche Schaden. Viel schwerer wog das Gefühl der Unsicherheit. Ständig auf der Hut sein zu müssen, bedeutet einen Verlust an Freiheit. Und das sollte doch unser Grundrecht sein: sich frei und unbehelligt in der Welt bewegen zu können.
Um mein Gefühl der Sicherheit wieder zu erlangen, habe ich so einiges ausprobiert. Ich habe meine Wertsachen und Unterlagen, wenn ich unterwegs war, in Schließfächern und Stahlbehältern - fest im Kofferraum montiert oder auch tragbar- eingeschlossen. Das Ergebnis jedoch war nie zufriedenstellend: das eine Mal war der Behälter zu unhandlich und unpraktisch, das andere Mal war er nicht sicher genug, manchmal war auch beides des Fall.
Eine Idee begann in mir zu keimen, nahm nach und nach Gestalt an. Ich hatte eine Idealvorstellung: mein Behälter sollte handlich wie ein Koffer und sicher wie ein Safe sein. Ich wollte ihn im Auto fest verankern, aber auch ganz leicht herausnehmen können. Und vor allem: Diebe sollten sich daran die Zähne ausbeißen. Diesen Safe gab es nicht, noch nicht. Jetzt gibt es ihn, den Mobilen Safe, der es jedem ermöglicht, sich frei und sicher zu bewegen.
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